Metamorphose eines Denkmals: Lichtkunst im Wasserturm

Wasserturm wird zur Lichtsäule

Lippstadt ist um eine Attraktion reicher: Das Lichtkunstwerk im Wasserturm. Einmal im Monat können Besuchergruppen jetzt diese Besonderheit erleben. Sabine Hense-Ferch war dabei.

Verschwunden in künstlichen Nebel-Wolken.

Nebel wabern durch das Innere und setzen die runden Ziegelwände des Wasserturms in ein gespenstisches Licht. Wie eine Kathedrale der Industriegeschichte wirkt der Turm von innen – leer und schmucklos. Schlanke Treppen winden sich wie steinerne Spiralen an den Wänden nach oben, verschwinden im Dunkel. Der Raum ist schummrig, alles klingt gedämpft. Von der Mitte des Fundaments bahnt sich ein kräftiger weißer Lichtstrahl seinen Weg nach oben, wo er in weiter Ferne auf den Boden des Stahlbehälters trifft. Der stellte einst mit seinem Fassungsvermögen von einer halben Million Liter Lippstadts Wasserversorgung sicher. Der Nebel wird dichter, fällt von oben herab. Der Lichtstrahl bricht sich im Nebel, erhellt den Raum und verliert sich weit oben in den künstlichen Wolken. Ein Getöse setzt ein. Der Ton erinnert an einen startenden Hubschrauber, ein mächtiges permanent aufsteigendes Rauschen.

Die Lichtsäule - Zentrum des neuen Licht-Klang-Objektes. Fotos: Sabine Hense-Ferch

Das jüngste Kunstwerk der Lippstädter Lichtpromenade ist ganz anders als alle Lichtinstallationen an der Lippe – und begeistert durch diese Andersartigkeit. Und doch trifft sie das Motto der Stadt Licht-Wasser-Leben perfekt: Das Licht setzt Lippstadts Wahrzeichen, den Wasserturm neu in Szene. Und erweckt ihn zum Leben. Eine unendliche Licht- und Klangsäule in einem steinernen Industriedenkmal, eine Illusion, die zum Nachdenken anregt.

Die Vorgeschichte des Kunstwerks: Der Wettbewerb „Licht. Kunst.Turm“ zur lichtkünstlerischen Gestaltung des Wasserturms wurde von der Sparkassenstiftung, die sich auch um den Erhalt des Wahrzeichens an der B 55 gekümmert hat, ausgeschrieben. Ausgewählt wurde der Entwurf des Berliner Künstlers, der vorsah, eine unendliche Säule aus Licht und Schall zu installieren.

Metamorphose des Wasserturms: Der Nebel steigt herab, die Säule verliert sich.

Das 1901 erbaute Wahrzeichen war bis 1977 in Betrieb, wurde 1985 unter Denkmalschutz gestellt. Ziel des Lichtkunst-Wettbewerbs war es, das Industriedenkmal für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und ins kulturelle Leben Lippstadts zu integrieren. Und damit das gelingt, kann man ab sofort die Licht-Klang-Installation in Gruppen besichtigen– jeden ersten Dienstag im Monat, wenn mindestens zehn Teilnehmer sich anmelden. Für feste Gruppen können Extra-Termine eingerichtet werden. Eine Voranmeldung nimmt die Stadtinformation im Rathaus unter Telefon 58515 entgegen.

Das Lichtkunstwerk im Wasserturm kann von Gruppen einmal im Monat besichtigt werden. Anmeldungen nimmt die Kulturinformation entgegen. Foto: Sabine Hense-Ferch

Elippse.de

Lippstadt ist um eine Attraktion reicher: Das Lichtkunstwerk im Wasserturm. Einmal im Monat können Besuchergruppen jetzt diese Besonderheit erleben. Elippse war schon dabei.

Nebel wabern durch das Innere und setzen die runden Ziegelwände des Wasserturms in ein gespenstisches Licht. Wie eine Kathedrale der Industriegeschichte wirkt der Turm von innen – leer und schmucklos. Schlanke Treppen winden sich wie steinerne Spiralen an den Wänden nach oben, verschwinden im Dunkel. Der Raum ist schummrig, alles klingt gedämpft. Von der Mitte des Fundaments bahnt sich ein kräftiger weißer Lichtstrahl seinen Weg nach oben, wo er in weiter Ferne auf den Boden des Stahlbehälters trifft. Der stellte einst mit seinem Fassungsvermögen von einer halben Million Liter Lippstadts Wasserversorgung sicher. Der Nebel wird dichter, fällt von oben herab. Der Lichtstrahl bricht sich im Nebel, erhellt den Raum und verliert sich weit oben in den künstlichen Wolken. Ein Getöse setzt ein. Der Ton erinnert an einen…

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