Autorin Aygen-Sibel Celik zu Gast in der „Leselounge“ der Gesamtschule

Autogrammstunde nach getaner Arbeit: Aygen-Sibel Celik in der Gesamtschule.
Autogrammstunde nach getaner Arbeit: Aygen-Sibel Celik in der Gesamtschule.

Geboren in Istanbul, aufgewachsen in Frankfurt. Als Jugendliche kehrte sie mit ihren Eltern in die Türkei zurück, als Studentin kam sie wieder nach Deutschland. Dieses Pendeln zwischen den Welten, der Kampf gegen Vorurteile, das Heimisch-Werden in der Fremde, das Werben um Toleranz – sie sind die großen Themen der bekannten Autorin Aygen-Sibel Celik, die jetzt im Rahmen einer Lesung zu Gast in der „Leselounge“ der Städtischen Gesamtschule war. Der Förderverein der Schule hatte diese Lesung in Verbindung mit der NRW-Kulturförderinitiative „Werkproben“ möglich gemacht. Celik, deren Bücher mit zahlreichen Preisen geehrt worden sind, las aus ihrem Werk „Seidenhaar“. Darin geht es um die beiden jungen Türkinnen Canan und Sinem – die eine trägt mit Überzeugung Kopftuch, die andere nimmt ihr das nicht ab, probiert es aber eines Tages selbst aus, um die Freundin besser zu verstehen. Und wird plötzlich mit Reaktionen ihrer Umwelt konfrontiert, mit denen sie nicht gerechnet hatte. Eines Tages verschwindet „die Kopftuchträgerin“ Canan und die Freundin vermutet, dass sie sich radikalen Kreisen angeschlossen haben könnte.

Zahlreiche Preise erhielt die sympathische Autorin für ihre Bücher.
Die sympathische Autorin wurde mit zahlreichen Preisen  für ihre Bücher ausgezeichnet.

Celik las vor Achtklässlern der Gesamtschule einige prägnante Kapitel aus dem Buch – ohne zuviel darüber zu verraten, wie die spannende Geschichte schließlich endet. Das können die Schülerinnen und Schüler selbst nachlesen, denn der Förderverein hat anlässlich der Lesung gleich einige Bücher der Autorin angeschafft. Die Schule hatte übrigens erst kürzlich die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten.
Nach der Lesung beantwortete die 46-jährige Autorin aus Düsseldorf Schülerfragen und sprach auch sehr offen über ihre persönliche Geschichte. Ob sie denn selbst einmal Kopftuch getragen habe, wollten die Schüler wissen, ob sie religiös sei und wie lange sie für den Roman recherchiert und geschrieben habe. Freimütig erzählte die Schriftstellerin aus Ihrem Leben, den eigenen Begegnungen mit Vorurteilen, der „einheitlichen Wahrnehmung von Kopftuchfrauen“ in der Gesellschaft.

Überhaupt stellte sich Celik sehr offen den neugierigen Schülerfragen: Ob sie schon immer gewusst habe, dass sie Autorin werden wolle? Was sie gegen Schreibblockaden tue und wie sie beim Schreiben vorgehe? Auch wieviel Geld man mit dem Schreiben verdienen könne, wollten die Schüler wissen. Und wie lange man denn brauche, um ein Buch zu schreiben? „Ich brauche meistens einige Monate für ein Buch. Das schwierigste für mich ist es, den Anfang zu finden. Dann gehe ich in ein Café oder eine öffentliche Bücherei und schreibe dort. Wenn ich erst mal im Fluss des Schreibens bin, dann kann ich auch zuhause weiterschreiben. Egal, zu welcher Tageszeit“, verriet die sympathische Schriftstellerin.

Dass ihr das hervorragend gelingt, zeigen die Erfolge: Inzwischen kann Aygen-Sibel Celik auf eine stolze Bilanz von 13 Kinder- und Jugendbüchern blicken. Zu „Seidenhaar“ ist inzwischen auch die Fortsetzung erschienen: „Seidenweg“ handelt von der mittlerweile etwas älteren Sinan, die kurz vor dem Abitur steht und unglücklich verliebt ist. Sie überlegt, zum Studium in die Türkei zu gehen. Die Mediothek der Gesamtschule, von den Schülern „Leselounge“ getauft, ist vor fast drei Jahren mit einem Anfangsbestand von 800 Medien eröffnet worden und seitdem kontinuierlich angewachsen. Sie wird von Eltern und Lehrern ehrenamtlich betreut.

Diesen Pressetext habe ich für den Förderverein der Gesamtschule Lippstadt geschrieben. Hier finden Sie weitere Informationen zu meinen Angeboten an Pressetexten und Pressemitteilungen für Unternehmen und Institutionen.