Interview für die Rechercheplattform ResponseSource.

Rollentausch: Mein Interview für ResponseSource

Interview für die Rechercheplattform ResponseSource.
Interview für die Rechercheplattform ResponseSource.

Einmal selbst in die Rolle der Interviewten zu schlüpfen – das war eine ganz neue Erfahrung, die ich jetzt machen durfte. Die Rechercheplattform ResponseSource, mit der ich gelegentlich im Rahmen von Recherchen zusammenarbeite, hat mich und meine Arbeit für den ResponseSource-Newsletter und -Blog im Rahmen eines Interviews vorgestellt: „Die Vielfalt meiner Arbeit ist das Salz in der Suppe“ lautet der Titel. Vielen Dank an Redakteurin Stephanie Hauer für die spannenden Fragen und die unkomplizierte Zusammenarbeit! Und hier geht’s zum Interview.

Bildung, Flüchtlinge & Zoo: PROFIL 1/2016 erschienen

Das Mitgliedermagazin der CDU Niedersachsens PROFIL, für das ich regelmäßig Texte schreibe, ist in diesen Tagen mit der ersten Ausgabe des Jahres 2016 erschienen. Für das Magazin habe ich dieses Mal die folgenden Beiträge verfasst:

Niedersachsen hat eine neue Volksinititiative: Eltern und Lehrer sammeln Unterschriften gegen das Schulgesetz.
Niedersachsen hat eine neue Volksinititiative: Eltern und Lehrer sammeln Unterschriften gegen das Schulgesetz.

Volksinitiative: Elternprotest geht in die nächste Runde Im vergangenen Sommer wurden sie mit ihrer Petition von den Landtagsabgeordneten ignoriert, doch sie ließen sich nicht unterkriegen: Engagierte Eltern laufen gegen das neue Schulgesetz Sturm, das die Abschaffung der Förderschulen Lernen und die mögliche Schließung von Gymnasien vorsieht. Eine Volksinitiative will nun 70.000 Unterschriften sammeln und den Landtag dazu bewegen, noch einmal das umstrittene Gesetz zu überdenken. Der doppelseitige Artikel ist zu lesen auf Seite 18

Viele niedersächsische Kommunen fühlen sich von der Landesregierung im Stich gelassen.
Viele niedersächsische Kommunen fühlen sich von der Landesregierung im Stich gelassen.

Das letzte Glied in der Kette Die Bundesregierung hat mit einer verschärften Asylgesetzgebung und Erleichterung der Abschiebung einiges zur Entlastung von Städten und Gemeinden getan. Nun ist die Landesregierung am Zuge, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die neuen Chancen auch genutzt werden können. Vor allem bei Unterbringung und Integration erhoffen sich viele Kommunen endlich die Unterstützung der Regierung Weil. Der doppelseitige Beitrag findet sich auf Seite 22 des Magazins.

Die Zooschule in Hannover ist ein außergewöhnlicher Lernort und hat kürzlich ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert.
Die Zooschule in Hannover ist ein außergewöhnlicher Lernort und hat kürzlich ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert.

Eine Unterrichtsstunde, die man nie mehr vergisst Wann bilden die Zebras einen Kreis? Wie schreien Affen, wenn Gefahr droht? Wie riecht ein Fell, wenn es feucht wird? In der Zooschule Hannover können Schulklassen seit 50 Jahren hautnah und mit allen Sinnen Tiere erleben, ihren Körperbau und ihr Verhalten. Das ist Schule zum Anfassen, Hören, Riechen und Schauen. Unterricht, so ungewöhnlich wie unvergesslich. Für die Bunte Geschichte auf Seite 28 des aktuellen Magazins habe ich die Zooschule in Hannover besucht.
Und hier finden Sie weitere Informationen über meine Arbeit als Journalistin.

Doppelseitiges Interview in Rathausconsult Ausgabe 2 - 2015 mit Prof. Sonja Salmen.

Jung und anspruchsvoll: Die Generation Y

Doppelseitiges Interview in Rathausconsult Ausgabe 2 - 2015 mit Prof. Sonja Salmen.
Doppelseitiges Interview in Rathausconsult Ausgabe 2 – 2015 mit Prof. Sonja Salmen.

Die Generation Y erobert den Arbeitsmarkt. Gemeint sind die zwischen 1980 und 2000 Geborenen, gut ausgebildet, kreativ und hervorragend vernetzt. Sonja Salmen, Professorin für Information Systems an der Heilbronn University, hat sich im Rahmen ihres Forschungsschwerpunktes Talent Management 2.0 mit dem Thema beschäftigt, wie sich Arbeitgeber in Zukunft positionieren müssen, um diese als Mitarbeiter für sich zu gewinnen und zu halten. Auch auf Kommunalverwaltungen werden im Zuge des demographischen Wandels Personalengpässe zukommen. Prof. Salmen hat einige Ratschläge für sie. Das doppelseitige Interview mit Prof. Salmen habe ich für Rathausconsult, das Magazin für Kommunalwirtschaft, geführt.

Hier geht’s zum Beitrag auf Seite 51 der Ausgabe 02-2015 von Rathausconsult

Hier erfahren Sie mehr zu meiner journalistischen Arbeit

 

Doppelseitiges Interview mit CDU-Veteran Günter-Helge Strickstrack in der aktuellen Ausgabe von Souverän, dem Magazin der Senioren-Union Deutschlands.

65 Jahre in der CDU – Interview mit Günter-Helge Strickstrack

Doppelseitiges Interview mit CDU-Veteran Günter-Helge Strickstrack in der aktuellen Ausgabe von Souverän, dem Magazin der Senioren-Union Deutschlands.
Doppelseitiges Interview mit CDU-Veteran Günter-Helge Strickstrack in der aktuellen Ausgabe von Souverän, dem Magazin der Senioren-Union Deutschlands.

Günter-Helge Strickstrack ist CDU-Mitglied der ersten Stunde: 1950 hat er in Goslar die Bundes-CDU mitgegründet. Als einer von mehr als 300 Delegierten, die er inzwischen alle überlebt hat. Der heute 93-Jährige hat alle Regierungschefs der Union persönlich kennen gelernt: Adenauer, Kohl, Merkel. Und noch heute ist der rüstige Parteiveteran bei jedem Parteitag mit von der Partie, wo auch immer in Deutschland der stattfindet. Für Souverän, das Mitgliedermagazin der Senioren-Union Deutschlands, habe ich diese beeindruckende Persönlichkeit interviewt und mit ihm über Adenauer, die politische Aufbruchszeit in den Fünfziger Jahren und die Politik von heute gesprochen.
Hier geht’s zum doppelseitigen Artikel auf Seite 14 der Souverän 2-2015

Und hier finden Sie mehr über meine journalistische Arbeit

Erschienen: Meine Texte in PROFIL 3 – 2014

PROFIL – das Magazin der niedersächsischen CDU, das ich seit Jahren redaktionell betreue, ist in diesen Tagen zum dritten Mal in 2014 erschienen. Meine redaktionelle Arbeit für das Magazin spiegelt eine große Bandbreite journalistischer Darstellungsformen – vom Interview über die Reportage bis zum Bericht. In der aktuellen Ausgabe habe mich mich verschiedenen Themen gewidmet:

InterviewNiedersachsen muss Industriestandort bleiben: Mein Doppelinterview mit Dr. Mathias Middelberg, Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Dirk Toepffer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Niedersächsischen Landtag für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Sie sind als versierte Wirtschafts- und Arbeitsmarktexperten die beiden Köpfe hinter dem Leitantrag, der im Rahmen des Landesparteitags am 12. und 13. September 2014 in der Braunschweiger Stadthalle der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

 

pötteringAbschied mit Dankbarkeit: Er war der einzige Abgeordnete, der dem Europäischen Parlament seit der ersten Direktwahl im Jahr 1979 bis 2014 ununterbrochen angehörte und von 2007 bis 2009 stand er ihm sogar als Präsident vor: Hans-Gert Pöttering. Der 69-jährige Niedersachse ist zum Ende der Legislaturperiode am 30. Juni feierlich aus dem Parlament verabschiedet worden und widmet sich nun als Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung seinen Aufgaben. Ein Rückblick.

 

FussballSpielwiese für die Profis von morgen: Jedes Jahr in den Ferien verwandeln sich die weitläufigen Rasenflächen der Sparkassen-Fußballschule des Niedersächsischen Fußballverbandes in Barsinghausen in ein Trainingscamp für Nachwuchskicker: Die 7- bis 14-jährigen Fußballbegeisterten lernen hier Profitricks und erleben unbeschwerte Ferientage, in denen sich alles ums runde Leder dreht. Kein Wunder, dass die Camps lange im voraus ausgebucht sind und mittlerweile Kinder aus der ganzen Welt in die Nähe von Hannover kommen. Eine Reportage.

 

grossebrömerKommunikator im Maschinenraum der Bundestagsfraktion: Michael Grosse-Brömer ist seit Mai 2012 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In dieser Rolle managt der 53-jährige Jurist aus Brackel (Landkreis Harburg) den Politikbetrieb der Unionsfraktion im Parlament. Ein Porträt.
 

 

middelbergVon der Politik in die Wirtschaft – und wieder zurück: Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sind seine Kernthemen: Dr. Mathias Middelberg. Als Vorsitzender der 31-köpfigen Landesgruppe Niedersachsen in der CDU/CSU-Fraktion engagiert sich der Osnabrücker für sein Bundesland auf bundespolitischer Ebene. Ein Porträt.

„Ich möchte Menschen zur Kreativität verführen“

Ein Interview mit Inga Coso

 

Ich möchte Menschen zur Kreativität verführen“

 

Sie ist Schneiderin mit Leib und Seele: Nach acht Jahren am Tonhüttenweg ist Inga Coso nun mit ihrem Atelier in die Helle Halle gezogen. Hier bietet „frollein Coco“ individuelle Mode und schöne Stoffe an. Mit Elippse-Redakteurin Sabine Hense-Ferch sprach Inga Coso über ihre Leidenschaft für künstlerische Unikate, ihre Idee von einem Kreativennetzwerk in Lippstadt und die Philosophie ihrer Arbeit.

Inga Coso probiert immer wieder neue Entwürfe aus. Foto: Coso

Hense-Ferch: „frollein Coco“, Ihr neues Ladenatelier in der Hellen Halle ist nicht einfach ein Stoffladen. Sie sehen es als einen Concept Store unter Beteiligung anderer Kreativer. Das klingt aufregend, vielversprechend. Was sollen wir uns denn genau darunter vorstellen?

Coso: Der neue Name “frollein Coco” steht für ein neues Konzept. Unter anderem vertreibe ich hier eine Auswahl edler, hochwertiger Stoffe aus Seide oder Schurwolle, mit denen die anspruchsvolle Kundin eigene Vorstellungen selbst verwirklichen kann. Der Gedanke ist, hierbei auf Nachhaltigkeit und Wertigkeit zu achten, Qualität statt Quantität.

Hense-Ferch: Also eigener Look statt Massenware?

Coso: Genau. Deshalb biete ich auch schöne Einzelstücke an, die ich nach eigenen Entwürfen oder Wunsch der Kundin fertige. Jedes der Teile ist einzigartig, ein Unikat. Komplettiert wird mein Sortiment durch selbst genähte, ausgefallene Accessoires und Dekoartikel. Der Laden ist bewusst im Loft Charakter gehalten, damit Verkauf und Kreativität ineinander übergehen können. Meine Idee ist es, auch anderen Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeiten in meinen Räumlichkeiten auszustellen, das könnten Goldschmiede sein, Fotografen, Maler oder Kunstschmiede. Ich wünsche mir, dass mein Concept Store mit der Zeit zum Treffpunkt vieler Kreativer wird, und sich interessante Kontakte daraus ergeben. Und die neuen Räume in der malerischen Hellen Halle in der historischen Altstadt mit ihrem besonderen Charme und den vielen kleinen Fachgeschäften und Kneipen in der Nachbarschaft bieten dafür ideale Voraussetzungen.

Hense-Ferch: Das klingt nach einer Lebensphilosophie, die dahinter steckt?

Eine Torte zur Eröffnung. Foto: Sabine Hense-Ferch

Coso: Ja, ich möchte zum Umdenken anregen und vertrete die Philosophie, dass Kleidung etwas besonderes ist, etwas einzigartiges, das die Persönlichkeit des Menschen unterstreicht. Jeder Mensch hat seine Lieblingsstücke, oder? Ich möchte weg von dem Gedanken, dass Kleidung Massenware ist, hin zu mehr Wertigkeit und Einzigartigkeit. Meine Leidenschaft für schöne Stoffe, die Kombination guter Materialien und Farbzusammenstellungen und der Wunsch, individuelle, langlebige und wertvolle Kleidungsstücke anzufertigen, stehen im Vordergrund meines Denkens und meiner Arbeit.

Hense-Ferch: Welche Stoffe bevorzugen Sie denn?

Coso: Die Stoffe sind vielfältig: Schurwolle, Seide, Viskose, weich fallende Jerseystoffe aus den USA, Italien und Deutschland . Dazu kommen noch schöne bunte Stoffe aus dem Patchworkbereich für Kinder.  In Kürze werde ich auch Bio-Baumwolle ins Sortiment nehmen. Mir ist vor allem die Herkunft meiner Stoffe wichtig. Wo es mir möglich ist, möchte ich zur Transparenz beitragen. Zu dieser Vielfalt passt es doch hervorragend, andere Künstler hinzuzuziehen. Das ist eine Bewusstseinsänderung, die auch viele andere Menschen vollziehen, das merke ich an der Nachfrage. Selbermachen hat sich von einem Trend zu einer Bewegung entwickelt. Wer selber etwas herstellt, kann sich nicht nur individuelle Mode und Wohnwünsche erfüllen, sondern bekommt auch einen persönlichen Bezug zu den Dingen. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen die Freude am Machen und die Entdeckung der eigenen Kreativität !

Hense-Ferch: Was sind das denn für Kreativ-Nähkurse, die Sie anbieten?

Coso: Mit dem Umzug in die Helle Halle habe ich das Angebot meiner Nähschule noch einmal deutlich erweitert: Der Zuschnitt und die Fertigung von Kleidung, das Nähen von Taschen und Accessoires kann man hier ebenso lernen wie z.B. Patchwork-Techniken oder das “Aufpimpen” und „upcycling“ der eigenen Garderobe. Durch einfache Veränderungen an den eigenen Klamotten, das Kürzen, Verlängern, Aufnähen von Taschen oder ähnliches können ganz tolle Sachen entstehen, echte Hingucker. Ich habe 28 Jahre Berufserfahrung als Schneiderin und ich vermittle gern mein Wissen, um Leuten zu zeigen, was alles möglich ist. Ich möchte Menschen zur Kreativität (ver)führen und sie anleiten, ihren eigenen Look zu entwickeln und sich perfekt anzuziehen – individuell nach ihrem Stil.
Wer sich heute an die Nähmaschine setzt, der will nicht zwangsläufig Geld sparen.
Immer häufiger geht es vor allem darum, eigene Ideen umzusetzen und einen eigenen Look zu kreieren. In Zukunft plane ich auch Häkel- und Strickkurse und Applikationskurse, wobei man sich die Vorlagen dazu von graphischen Motiven aus dem Internet holen kann. Das bietet so viele Möglichkeiten! Übrigens: Ich bin auch immer auf der Suche nach Studenten aus dem Designbereich, die bei mir ein Praktikum machen möchten.

Hense-Ferch: Wo holen Sie Ihre Anregungen?

Coso: Ich stöbere gern in Großstädten durch Altstadtviertel, in kleinen Läden der Alternativszene oder gehe über Designmärkte im Ruhrgebiet und lasse mich treiben. Inspiration gibt es überall. Ideen kommen mir an jedem Ort. Oder ich recherchiere im Internet, in Büchern, in Fachmagazinen. Ich bin immer auf den Spuren der Trends und schöpfe daraus etwas Neues. Mein Lieblingstrend ist zur Zeit übrigens ‚Upcycling‘, also aus gebrauchten Kleidungsstücken etwas Neues kreieren. Daraus entstehen die schönsten Modelle. Wer sich einmal anschauen möchte, wie Upcycling funktioniert, kann sich hier ein Video dazu anschauen.
Hense-Ferch: Sie haben ja schon einiges an Referenzen vorzuweisen, ganze Kollektionen genäht und Showrooms ausgestattet. Können Sie uns davon erzählen?

Ein Schaufenster, das neugierig macht. Foto: Coso
Ein Schaufenster, das neugierig macht. Foto: Coso

Coso: Vor einigen Jahren habe ich für die junge Firma Kehrwear die komplette Erstkollektion erstellt und genäht . Das war eine tolle interessante Arbeit! Aber ich habe auch schon bei verschiedenen Ausstellungen mitgewirkt, wie beispielsweise als Lippstädter Künstler vor einigen Jahren Gelegenheit hatten, in Einzelhandelsgeschäften auszustellen – da war ich bei Pepe’s Coffeeshop. Ich habe im Rahmen der Messe des Lippstädter Frauennnetzwerkes ausgestellt, bei den offenen Ateliertagen und außerdem jahrelang mit der Lippstädter Firma Gstage

Kleidung und ausgefallene Accessoires sind Inga Cosos Leidenschaft.

zusammengearbeitet, die meine genähten Dekorationen in Schaufenstern und Geschäften in ganz Europa gezeigt hat, zum Beispiel auf dem Ku-Damm in Berlin, bei Harrods in London und in Paris.

Hense-Ferch: Eine letzte Frage: Wie entstand eigentlich der Name „frollein coco“?
Coso: Mein Laden ist auf der einen Seite bewusst verspielt – das passt zu dem frollein. Auf der anderen Seite chic und anders als die Masse – das könnte man wiederum mit dem Namen Coco verbinden. Coco hat viele Gesichter, Coco hat eine ganze Bewegung in Gang gebracht. Es wäre schön, wenn mir das auch gelingt.

Und hier gibt es weitere Informationen zu Inga Coso und ihrer Arbeit:
Inga Coso auf Facebook und auf frollein coco

Elippse.de

Elippse-Serie Frauengespräche – Teil 3: Inga Coso

Sie ist Schneiderin mit Leib und Seele: Nach acht Jahren am Tonhüttenweg ist Inga Coso nun mit ihrem Atelier in die Helle Halle gezogen. Hier bietet „frollein Coco“ individuelle Mode und schöne Stoffe an. Mit Elippse-Redakteurin Sabine Hense-Ferch sprach Inga Coso über ihre Leidenschaft für künstlerische Unikate, ihre Idee von einem Kreativennetzwerk in Lippstadt und die Philosophie ihrer Arbeit.

Hense-Ferch: „frollein Coco“, Ihr neues Ladenatelier in der Hellen Halle ist nicht einfach ein Stoffladen. Sie sehen es als einen Concept Store unter Beteiligung anderer Kreativer. Das klingt aufregend, vielversprechend. Was sollen wir uns denn genau darunter vorstellen?

Coso: Der neue Name „frollein Coco“ steht für ein neues Konzept. Unter anderem vertreibe ich hier eine Auswahl edler, hochwertiger Stoffe aus Seide oder Schurwolle, mit denen die anspruchsvolle Kundin eigene Vorstellungen selbst verwirklichen kann. Der Gedanke ist, hierbei auf Nachhaltigkeit und Wertigkeit zu achten…

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„Wenn Du tust, was Du liebst, dann bist Du auch erfolgreich“

Sie habe mehrmals in ihrem Leben die Richtung gewechselt, erzählt Gudrun Sprink rückblickend. Heute arbeitet sie erfolgreich als Englisch-Trainerin für Unternehmen, die international ausgerichtet sind.

Wenn Du tust, was Du liebst, dann bist Du auch erfolgreich“

 

Sie habe mehrmals in ihrem Leben die Richtung gewechselt, erzählt Gudrun Sprink rückblickend. Heute arbeitet sie erfolgreich als Englisch-Trainerin für Unternehmen, die international ausgerichtet sind. Dort bringt die 47-Jährige Lippstädterin Mitarbeitern den letzten Schliff für Small-Talk und Geschäftsgespräche bei. Mit  Sabine Hense-Ferch sprach sie über Lebensträume, Umwege und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.

Hense-Ferch: Sie haben viele Jahre in Frankfurt als Vorstandssekretärin gearbeitet, haben dort gut verdient, sich gut eingerichtet in Ihrem Leben. Dann kam 2001 die Rückkehr nach Westfalen, der Sprung in die Selbstständigkeit. Was ist da passiert?

Frauengespräche - diesmal mit der Lippstädter Englischtrainerin Gudrun Sprink. Foto: Sprink

Sprink: Das war keine plötzliche Entscheidung, das waren viele kleine Veränderungen, die dazu beigetragen haben, dass ich die Richtung gewechselt habe. Ich hatte eine Weiterbildung zur Eventmanagerin absolviert, weil ich als Sekretärin nebenbei auch viel zu organisieren hatte und die Inhalte spannend waren. Meine damalige Firma konnte mir aber trotz der Zusatzqualifikation keine weiteren Perspektiven bieten. Dann kam ein sehr gutes Angebot des Motivationstrainers Jürgen Höller, seine Veranstaltungen zu organisieren. Ich habe zugegriffen und in kürzester Zeit in einem Team von zehn erfahrenen Event-Managern ein Event für 13.000 Menschen in München organisiert. Meine Stelle wurde später gestrichen, ich musste mich neu orientieren. Nach Frankfurt konnte ich nicht zurück, meine Wohnung hatte ich an meine damalige beste Freundin vermietet. So bin ich 2001 erst mal zurück zu meinen Eltern nach Salzkotten gezogen und habe mir hier eine neue Stelle gesucht. 2006, nach fünf Jahren in wechselnden Tätigkeiten beschloss ich einen Existenzgründerkurs zu besuchen – und leckte Blut. Diese verschiedenen Stationen waren notwendig, um tatsächlich den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und ich habe es nie bereut. Ich liebe das, was ich tue.

Hense-Ferch: Das heißt, Sie haben in der Selbstständigkeit das gefunden, was Sie immer gesucht haben?

Sprink: Ja, ich bin ein Typ, der gern die Verantwortung für sein Leben und seinen Job übernimmt. Das ist eine Voraussetzung für die Selbstständigkeit. Ich war auch als Angestellte ein sehr eigenständiger Typ, habe mich immer geweigert, Dinge zu machen, nur weil sie immer so gemacht wurden. Ich liebe meine Selbstständigkeit – das einzige, was mir manchmal fehlt, sind Kollegen. Diese Lücke habe ich im Laufe der Zeit aufgefüllt mit Netzwerken. Ich bin aktiv auf Xing, im IBVW, einem kleinen Trainernetzwerk, und im Lippstädter Frauennetzwerk. In solchen Gruppen treffe ich Leute, die einen ähnlichen Weg gegangen sind und das bringt mir viel.

Hense-Ferch: Wir sind hier in Räumlichkeiten, in den Sie leben und arbeiten. Wie vereinbaren Sie berufliches und privates?

Gudrun Sprink im Gespräch mit einer Kursteilnehmerin. Foto: Sprink

Sprink: Ich sehe in meinem Leben gar nicht so sehr  die Trennung zwischen Beruf und Freizeit. Das klingt vielleicht für einige ungewohnt, aber ich habe wirklich mit diesem Beruf auch meine Berufung gefunden. Es gibt ein berühmtes Zitat von Steve Jobs, das sehr zutreffend ist: Tue das, was Du liebst, dann bist Du auch erfolgreich. Und so ist es auch. Ich vermische in gewisser Weise berufliches und privates.Seitdem ich mich in 2006 selbständig gemacht habe, stehe ich montagmorgens auf und freue mich auf die Woche, in der ich wieder verschiedenen Menschen begegnen kann und sie in ihrem beruflichen Tun unterstützen kann. Das bietet mir auch die Möglichkeit, mit interessanten Themen aus verschiedenen Branchen in Berührung zu kommen. In meiner trainingsfreien Zeit bilde ich mich gern weiter. Momentan nehme ich beispielsweise an einem etwa zweijährigen Ferncoaching bei einem anerkannten US Coaching Institut in Sachen Persönlichkeitsentwicklung, Mangement Skills, Finanzen und E-Commerce teil. Dieses Wissen gebe ich dann auch gern an meine Kunden weiter, wenn es passt.

Hense-Ferch: Weiterbildung ist ein gutes Stichwort. Wir haben auch anfangs schon darüber gesprochen. Sie erwähnten, das lebenslange Lernen ein zentraler Punkt in ihrem Leben ist, ein echtes Bedürfnis. Wie meinen sie das?

Sprink: Mir ist die persönliche Weiterentwicklung einfach wichtig. Ich habe das im Laufe meines Berufslebens immer wieder getan, bei der IHK als Fachwirtin für die Tagungs- , Kongress- und Messewirtschaft, bei der Academy for Management Assistants oder bei Ferncoachings. So bleibe ich up to date und kann vieles in meinen Trainings und Coachings auch anwenden.

Hense-Ferch: Jetzt müssen wir aber auch mal über Ihren Beruf als Englischtrainerin sprechen. Was unterscheidet Ihr Angebot denn von dem anderer Anbieter?

Sprink: Ich biete mittelständischen Unternehmen – bevorzugt aus der Region Südwestfalen, OWL oder Münsterland – die exportorientiert arbeiten und viele Auslandskontakte haben, ein spezifisches Mitarbeitertraining. Meine Trainings in der englischen Sprache und Veranstaltungs- und Messeorganisation zeichnen sich durch die intensive und flexible Betreuung sowie die passgenauen, individuellen Inhalte der Trainingsmaterialien aus. Ich bin ganz flexibel, das bedeutet: Von Small-Talk-Training bis zur Moderation eines Meeting, von der Präsentation bis zum Verkaufsgespräch variieren die Inhalte. Ich fahre zumeist in die Firmen und betreue kleine Gruppen von Mitarbeitern, da es oft schwierig ist für Manager, einen fixen Termin für ein Englischtraining einzuhalten, weil sich das Tagesgeschäft einfach nicht an starre Zeitpläne hält. Beim Sprechen in kleinen Gruppen werden Ängste und Unsicherheiten beim Englischsprechen schnell abgebaut.

Die Englischtrainerin hat keine Angst vor Veränderung. Foto: Sprink

Hense-Ferch: Sie sagen, Sie gehen ganz flexibel auf die jeweilige Situation ein. Wie hat man sich das vorzustellen?

Sprink: Ich biete maßgeschneiderte zumeist wöchentliche 90-Minuten-Präsenztermine oder auf Wunsch auch Tagesseminare an. Wir sprechen über die Dinge, die im Unternehmen akut sind, die gerade im laufenden Tagesgeschäft anstehen: Ein Verkaufsgespräch, ein Meeting – was auch immer. Ganz konkret an der jeweiligen Situation, am jeweiligen Produkt. Dadurch wird der wichtigste Gesprächsstoff trainiert: Die eigenen Produkte und Leistungen des Unternehmens. Ich passe dann entsprechend die Seminarunterlagen an, nach jedem Training gibt es eine „Follow up-Mail“ mit Zusammenfassung der Inhalte, Hausaufgaben und Tipps zum Selbststudium. Außerdem versorge ich alle Teilnehmer kontinuierlich mit englischen Hörbüchern, DVDs und Internetlinks, passend zum aktuellen Thema und für „zwischendurch“.

Zur Person

Gudrun Sprink ist gelernte Fremdsprachliche Direktionsassistentin. Studienaufenthalte führten sie nach London und Paris. Nach sechs Jahren Berufserfahrung in internationalen Unternehmen im Office- und Projektmanagement absolvierte die Lippstädterin eine einjährige Weiterbildung zur Fachwirtin für die Tagungs-, Kongress und Messewirtschaft (IHK). Die 47-Jährige verfügt über Berufserfahrung als Organisatorin von Seminaren und Events ebenso wie als Weiterbildungsreferentin bei der Gestaltung von Bildungsmaßnahmen. Insgesamt war sie 13 Jahre als Assistentin in verschiedenen Branchen der Wirtschaft tätig. Seit 2006 arbeitet sie als selbständige Business English Trainerin. In ihrer Freizeit tanzt sie gerne, entspannt sich auf langen Spaziergängen mit ihrem Partner und geht gerne auf Reisen.

Lebenslanges Lernen und das Weitergeben der Inhalte ist für Gudrun Sprink besonders wichtig. Foto: Sprink

 

Weitere Informationen zu Gudrun Sprink finden Sie hier: