Jetzt online: Relaunch von Lippstadt.de – die neue Webseite der Stadt Lippstadt

Lippstadt - jetzt mit neuer Webseite
Lippstadt – jetzt mit neuer Webseite. Blick aufs Holocaust-Mahnmal und die Marienkirche. Fotos: Sabine Hense-Ferch

Eines der größten Projekte seit Beginn meiner Arbeit als freie Journalistin und Texterin ist jetzt zum erfolgreichen Abschluss gekommen: Pünktlich zum heutigen 15. Oktober 2018 ist sie online gegangen, die neue Webseite der Stadt Lippstadt und der KWL GmbH! Glückwunsch zum gelungenen Relaunch von Lippstadt.de!

Seit Mitte vergangenen Jahres war ich als Texterin eingebunden in das umfangreiche Projekt.

Anfangs bestand meine Aufgabe darin, die vorhandenen Texte gründlich unter die Lupe zu nehmen, nutzerfreundlich umzuschreiben, zu aktualisieren und neu zu strukturieren. Teilweise mussten Texte ganz neu geschrieben werden, teilweise habe ich aus dem vorhandenen Material Inhalte entnommen und neu zusammengefügt. Das Problem dabei: Die Texte der „alten“ Webseite waren nicht nur zum Teil inhaltlich überholt, es gab auch Doubletten und Inhalte, die wenig anwenderfreundlich waren.

Rathausplatz Lippstadt und Blick aufs Stadtpalais (links)
Gastronomie auf dem Rathausplatz Lippstadt. Links das Stadtpalais.

Alle Inhalte waren auf die folgenden Punkte zu überprüfen: Was interessiert die Nutzer von Lippstadt.de, welche Fragen möchten die Bürger beantwortet haben? So übersichtlich wie möglich, so kurz wie nötig. Im Laufe der folgenden Monate nahm ich mir die verschiedenen Themen Schritt für Schritt vor. Stadthaus, Leben in Lippstadt, Stadtraum, Kultur und Tourismus lauteten die großen Überschriften, zu denen ich unzählige Unterseiten bearbeitete, um die Inhalte gut strukturiert aufzubereiten. Inhaltlich immer in enger Absprache mit Miriam Schleifer und Julia Scharte vom Presseamt der Stadt Lippstadt für sämtliche Themen der Stadtverwaltung, mit Carmen Harms und Lara Schwientek für die Bereiche Kultur und Tourismus. Hier hat die Stadt Lippstadt weitere Informationen zu den Hintergründen des Projekts und den Anforderungen an die neue Webseite zusammengestellt.

 

Stiftsruine Lippstadt
Alte Mauern inmitten der Stadt: Stiftsruine Lippstadt

Einige Themen habe ich ganz neu aufbereitet und zum Teil mit FAQs zu wichtigen Fragestellungen versehen. Ich habe Interviews geführt mit Bürgermeister Christof Sommer zur Stadtentwicklung, mit Fachdienstleiter Wolfgang Streblow zur Kulturentwicklung, mit der Museumsleiterin Dr. Christine Schönebeck zum Museum und mit KWL-Geschäftsführerin Carmen Harms zur Theatersanierung.

Im Laufe des Winters durchliefen die Texte die erste Korrekturphase, dann ging’s im Frühjahr und Sommer an den Aufbau der einzelnen Seiten und Unterseiten. Ich habe arbeitsteilig mit den Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Texte ins Content-Management-System Typo 3 eingepflegt, Seiten angelegt und ein Layout ausgewählt, passende Bildmotive ausgesucht und Überschriften getextet. Reichlich Arbeit, bis alles passte. Und dann ging’s noch einmal in die Korrekturschleife…

Das Metzgeramtshaus in Lippstadt.
Das Metzgeramtshaus in der Lippstädter Poststraße.

Und heute sind „wir“ online. Klasse! Ein spannendes Projekt geht (vorläufig) zu Ende. Fazit: Eine tolle Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Pressestelle und der KWL, eine vielfältige und anspruchsvolle Aufgabe, die mir großen Spaß gemacht hat und bei der ich viel gelernt habe – an technischem Know-how im Umgang mit Typo 3, aber auch inhaltlich zu den vielfältigen Themen einer Kommune.

Aus Bernie-Tours wird Bernie-Reisen

Busunternehmer Michael Berensmeier startet mit frischem Konzept ins neue Jahr

Lippstadt, Januar 2017. Manchmal muss man alten Ballast abwerfen und einen Schlussstrich ziehen, wenn man möchte, dass Neues gelingt. Michael Berensmeier, Bus-Unternehmer aus Hörste und vielen Lippstädtern bekannt als Chef von Müller Reisen und später Bernie-Tours, hat eine solche Entscheidung getroffen. Er ist mit seinem Reiseunternehmen in die Insolvenz gegangen – trotz eines vollen Terminkalenders und vieler Stammkunden, die ihm auch 2016 die Treue gehalten hatten. Mit neuer Firmierung und gut gefüllten  Auftragsbüchern geht es jetzt 2017 wieder auf Tour – zum Beispiel in die beliebten grenznahen Einkaufsstädte in den Niederlanden, zur Landpartie in Bückeburg,  zum ZDF-Fernsehgarten mit Andrea Kiewel in Mainz oder nach Rust zum Europa Park zur Sendung „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mrosch verbunden mit Aufenthalten in Freiburg, Colmar und dem Elsass – dann allerdings unter dem neuen Namen „Bernie-Reisen“. „Wir werden zum 1. Februar ein neues Unternehmen gründen.

Der Lippstädter Busunternehmer Michael Berensmeier. Foto: Hense-Ferch
Der Lippstädter Busunternehmer Michael Berensmeier. Foto: Hense-Ferch

Aus der Bernie-Tours e.K. wird dann die Bernie-Reisen GmbH. Für unsere Kunden wird sich auf den ersten Blick nicht viel ändern: Nach wie vor wollen wir Studienfahrten und  Vereinsfahrten für Clubs und Gruppen ebenso anbieten wie komplett durchgeplante Ausflugstouren“, so Geschäftsführer Michael Berensmeier. Was sich allerdings ändert ist das dahinter stehende Geschäftsmodell: Statt einer stattlichen Flotte eigener Fahrzeuge speckt Berensmeier drastisch ab und setzt jetzt größtenteils auf Mietbusse. Lediglich ein Bus und mehrere moderne Kleintransporter gehören zur Firmenflotte der neu gegründeten Bernie-Reisen. Auch personell bleibt es bei der bewährten Besetzung: Michael Berensmeier wird in der Geschäftsführung der neu gegründeten GmbH von Prokuristin und Gesellschafterin Heike Klaus unterstützt. Während sich „Bernie“ – so der Spitzname von Berensmeier – um die Leitung des Unternehmens, die Einsatzpläne der acht fest angestellten und etwa ebenso vielen Aushilfs-Fahrer kümmert und sich auch selbst hinters Steuer setzen wird, ist Reiseverkehrskauffrau Heike Klaus für die Ausarbeitung der Tages- und Mehrtagesfahrten,  Ausflüge und Anmeldungen der Reisebuchungen zuständig und fungiert außerdem als „rechte“ Hand des Chefs.

Die Insolvenz war zum Ende des vergangenen Jahres unausweichlich geworden: „Ich bin aus Schaden klug geworden“, resümiert Berensmeier, der 2011 ins Unternehmen Müller Reisen als Inhaber eingestiegen und ab 2012 auf den Chefsessel von Müller Reisen und später Bernie-Tours gewechselt war. Mit Busführerschein und Fachkundelehrgang hatte sich der gelernte Elektrotechniker damals für die neue Branche fit gemacht. „Das Unternehmen florierte zwar, aber wir hatten einfach zu viele Altlasten: Kreditschulden, alte Verbindlichkeiten und viele reparaturbedürftige Fahrzeuge – die Kosten fraßen buchstäblich den Gewinn auf und wir kamen mit dem Unternehmen trotz guter Auftragslage auf keinen grünen Zweig“. Da war ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende: In Zukunft setzt das neue Unternehmen auf ein verändertes Konzept, nämlich Kosten sparen durch Anmietung der Reisebusse für größere Gruppen.

Eine  kleine Marktnische bedient Berensmeier ebenfalls mit seinen Unternehmen: Er vermietet Kleintransporter für bis zu acht Personen. „Das ist für viele Kunden sehr praktisch, denn man braucht keinen Personenbeförderungsschein“, so der Hinweis des Geschäftsführers. Bernie-Reisen bietet auch zukünftig Gruppenreisen und Wochenendtouren für zehn bis etwa 60 Teilnehmer sowie  Tagesfahrten mit Mindestteilnehmerzahl von 22 Personen an. Einerseits richten sich die Ziele nach den Wünschen der Kunden – ob das Fußballvereine oder Frauengemeinschaften sind oder Gruppen, die einen Abholservice nach Hochzeitsfeiern, Abi-Partys oder der Ski-Sause in Willingen wünschen – andererseits gibt es einige fest organisierte Touren zu beliebten Zielen mit Full-Service-Angebot. Von der Fahrt über Verpflegung und Eintrittspreis: Die Teilnahmen an beliebten Fernsehsendungen sind ebenso dabei wie Fahrten zu Weihnachtsmärkten in der Region, die Shoppingtour nach  Enschede und Venlo, Roermond  oder nach Oosterik zum Gartenmarkt sowie nach Bückeburg zur Landpartie. Diese Fahrten werden zeitnah in der lokalen und überregionalen Presse inseriert oder über Flyer bekannt gemacht. „Für diese Fahrten verfügen wir noch über einen eigenen Bus mit 22 Sitzplätzen, ansonsten arbeiten wir mit zuverlässigen Partnerunternehmen zusammen und mieten die modernen Fahrzeuge nach Bedarf. So vermeiden wir Leerlauf und Stillstände. Wenn nicht genügend Anmeldungen zustande kommen, dann finden diese Fahrten leider auch nicht statt“, so Heike Klaus. „Bisher sind diese Touren aber immer sehr beliebt gewesen, deswegen haben wir auch für 2017 wieder einiges auf dem Plan“.

Sie möchten auch Wissenswertes aus Ihrem Unternehmen in der lokalen oder regionalen Presse lancieren? Hier finden Sie Informationen dazu

 

Lösung für Klärschlamm-Problem in Lippstadt – Beitrag in Rathausconsult

In Lippstadt werden künftig 5000 Tonnen des Abfallstoffs jährlich zu hochwertigem Brennstoff veredelt

Wohin nur mit dem Klärschlamm? Die Entsorgung stellt für viele Kommunen ein drängendes Problem dar: War es bis vor wenigen Jahren noch vielerorts gang und gäbe, den Klärschlamm auf landwirtschaftlichen Flächen auszubringen, sorgen strenge Gesetze wie die geplante Novellierung der Klärschlammverordnung mit dem Ausbringungsverbot aber noch mehr die Düngemittelverordnung, die die Grenzwerte der Klärschlammverordnung teilweise deutlich verschärft, dafür, dass Kommunen sich nach Alternativen umsehen müssen. Eine Alternative ist eine Verbrennung des Schlamms durch so genannte Thermische Verwerter, also Verbrennungsanlagen. Sie sind bereit, den entwässerten Schlamm anzunehmen. Bei dieser Variante wird aber sehr viel Wasser transportiert. Alternativ kann der Klärschlamm am Entstehungsort getrocknet werden. Die Stadtentwässerung Lippstadt, eine Anstalt öffentlichen Rechts, setzt auf die 2. Variante: Sie wird demnächst den anfallenden Klärschlamm mit einem Bandtrockner trocknen, der von einem Blockheizkraftwerk mit Warmluft und Strom versorgt wird. Der Effekt: Kostenersparnis und Gewässerschutz.

Bereit für die Klärschlammtrocknung in Lippstadt: Karl-Heinz Schwartze von der Stadtentwässerung und Stadtwerke-Chef Siegfried Müller. Foto: Hense-Ferch
Bereit für die Klärschlammtrocknung in Lippstadt: Karl-Heinz Schwartze von der Stadtentwässerung und Stadtwerke-Chef Siegfried Müller. Foto: Hense-Ferch

„Wir gewinnen unser Trinkwasser aus eigenen Brunnen auf dem Stadtgebiet, deshalb kommt aus Gründen des Verbraucherschutzes eine Ausbringung des Klärschlamms auf landwirtschaftliche Flächen nicht mehr in Betracht“, erklärt Siegfried Müller, Geschäftsführer der Stadtwerke Lippstadt GmbH und in Personalunion Vorstand der Stadtentwässerung Lippstadt AöR. Vor allem die im Klärschlamm enthaltenen Mikroverunreinigungen – Medikamentenrückstände und Hormone – bereiten ihm Kopfzerbrechen. Stadtentwässerung und Stadtwerke Lippstadt suchen deshalb  gemeinsam nach einer Alternative für die Entsorgung von jährlich rund 5000 Tonnen entwässerten Schlamms, die in der Zentralkläranlage der 70.000 Einwohner zählenden Stadt im Kreis Soest anfallen. Als zu Beginn des Jahres 2015  die Düngemittelverordnung weiter verschärft wurde, bedeutete das für Lippstadt das Aus für die Entsorgung auf dem Acker. Auch viele andere Kommunen müssen jetzt nach Wegen suchen, bei der Entsorgung ihres Klärschlamms unabhängig von landwirtschaftlichen Flächen zu werden.

Lippstadt entschied sich zunächst für eine Zwischenlösung: Der Klärschlamm wird aktuell  vor Ort entwässert und dann – auf einen Trockensubstanzgehalt von 25 Prozent gebracht – zur Verbrennung an Kohlekraftwerke geliefert. Ein Weg, der nur eine Übergangslösung darstellen kann und auf Dauer nicht zufrieden stellt: „Das Material enthält immer noch 75 Prozent Wasser, deshalb fallen hohe Transport- und Entsorgungskosten an“, berichtet Karl-Heinz Schwartze, Technischer Leiter der Stadtentwässerung Lippstadt. Im Vergleich zur vorherigen Lösung, den Klärschlamm auf den Acker auszubringen, seien die Kosten um 60 bis 70 Prozent gestiegen. „Und diese Kosten sind auch nur deshalb nicht noch höher, weil unsere Kläranlage über ein großes Lager für den entwässerten Schlamm  verfügt. Wir können das Material zwischenzeitlich einige Monate  lagern, bis es im Kohlekraftwerk zur Verbrennung benötigt wird und müssen uns nicht täglich um den Abtransport kümmern“, so Schwartze. „Wenn wir dieses große Zwischenlager nicht hätten, wäre die Entsorgung noch bedeutend teurer“, resümiert er.

Klärschlammtrocknung in Lippstadt - ein Modell für andere Kommunen? Doppelseite erschienen in Rathausconsult 1 - 2016
Klärschlammtrocknung in Lippstadt – ein Modell für andere Kommunen? Doppelseite erschienen in Rathausconsult 1 – 2016

Aber auf Dauer kann auch diese Lösung nicht zufriedenstellen – der hohen Kosten wegen, aber auch wegen der zu erwartenden strengeren Rahmenbedingungen: „Wer weiß, wie lange es in Deutschland noch Kohlekraftwerke als Abnehmer für Klärschlamm gibt?“, gibt Stadtwerke-Chef Müller zu Bedenken. Eine andere Lösung wurde gesucht – und gefunden. In Form einer Kooperation mit dem niederländischen Maschinenbauunternehmen Dorset, das Bandtrocknungsanlagen herstellt.

Mit einer Bandtrocknungsanlage – ursprünglich für die Trocknung von Gülle und Gärrest aus der Biogasanlage konzipiert – gelingt es, den vorentwässerten Klärschlamm auf einen Trockensubstanzgehalt von 90 bis 95 Prozent herunter zu trocknen und so die Masse um drei Viertel zu reduzieren – Endprodukt ist eine granulatähnliche Substanz, die beste Voraussetzungen für eine hochwertige Verbrennung bietet. Das entstandene Produkt ist daher auch für Abnehmer wie die Zementindustrie interessant. „Erste Trocknungsversuche sind sehr vielversprechend gelaufen, wir haben uns Referenzanlagen angesehen und uns für diese Anlage entschieden“, so Schwartze. Das Projekt soll in einigen Monaten starten.

Der Bandtrockner arbeitet nach dem Prinzip der Verdunstungstrocknung, wobei die austretende feuchte Luft am Ende des Prozesses eine biologische Abluftreinigung durchläuft und erst dann in die Atmosphäre abgegeben wird. Zunächst wird der vorentwässerte Klärschlamm über eine Dosiereinrichtung, die so genannte Spaghettipresse, auf ein Band aus Stahlplatten gepresst. Diese Methode hat zwei Vorteile: Der Schlamm erhält eine größere Oberfläche, wodurch er schneller trocknet Und: Durch den Pressvorgang entsteht eine hohe Dichte des Materials, das deshalb einen verbesserten Brennwert erzielt. Die Stahlplatten, auf denen der gepresste Klärschlamm nun zum Trocknen liegt, bilden ein horizontal umlaufendes Transportband, das während des Trocknungsprozesses durch den Trockner gezogen und von Warmluft durchströmt wird. Ein optimaler Luftdurchlass wird dadurch erzielt, dass die Stahlplatten perforiert sind.

Der Klärschlamm wird nun solange auf den Stahlplatten getrocknet, bis er einem krümeligen Granulat ähnelt, das sich gut und vor allem staubfrei transportieren lässt. Die Anlage wird kontinuierlich in Betrieb sein, Tag und Nacht, sieben Tage die Woche. „Wir benötigen keine ständige Überwachung und Wartung, auch das ist ein großer Vorteil“, so Karl-Heinz Schwartze.

Die für den Trockner erforderliche Wärme stammt von einem Blockheizkraftwerk (BHKW), das ebenfalls neu installiert wird und das bestehende BHKW ergänzen soll. Und hier schließt sich der Kreis, der das Ganze lukrativ macht: Das bereits vorhandene BHKW wird mit dem Faulgas der Kläranlage betrieben und deckt durch seine Stromproduktion 60 Prozent des Bedarfs der Kläranlage. Den übrigen Strombedarf muss die Kläranlage bei den Stadtwerken zukaufen. Mit dem Kauf des zweiten BHKWs ist das vorbei: Es wird mit Erdgas betrieben – zugekauft von den Stadtwerken – deckt den übrigen Strombedarf der Kläranlage und produziert warme Abluft, mit der der Verdunstungstrockner schließlich den Klärschlamm trocknet.

Von ursprünglich 5000 Tonnen feuchten Klärschlamms bleiben schließlich noch 1200 Tonnen Granulat übrig – also ein LKW pro Woche. Und der muss nicht mehr kilometerweit bis zum nächsten Kohlekraftwerk fahren, sondern  – wenn alles gut läuft – nur noch die Nachbarkommunen ansteuern, in denen mehrere Zementwerke ihren Sitz haben: Das Klärschlammgranulat hat einen hervorragenden Heizwert von ca. zehn MJ/kg und ist damit als Zusatzbrennstoff für die Heizöfen der Zementindustrie interessant.

„Natürlich tätigen wir hohe Investitionen in neue Anlage, aber wir hoffen, dass sich die Entsorgungskosten damit unter dem Strich nach acht oder zehn Jahren amortisieren“, so Stadtentwässerung-Vorstand  Siegfried Müller. Aber schließlich ist da noch der weitaus größere positive Effekt: Der Gewässer- und damit Umweltschutz.

Hier geht’s direkt zum Artikel in Rathausconsult

und hier geht’s zum pdf des Beitrags rathausconsult 1-2016_Seiten 50-51

Und hier finden Sie weitere Informationen über meine Arbeit als Magazinjournalistin

Geschichte und Fiktion perfekt verwoben

Rita Maria Fust liest aus ihrem ersten Roman

Lange war er erwartet worden, seit einigen Tagen ist er im Buchhandel – gestern wurde er von der Autorin persönlich vorgestellt: Der Kaufmann von Lippstadt. Rita Maria Fust las sehr lebendig aus ihrem 325-Seiten starken Erstlingswerk im Lippstädter Stadtarchiv. An dem Ort, an dem vor vier Jahren alles begann.Rita Maria Fust stellte ihren ersten Roman vor.

Rita Maria Fust stellte ihren ersten Roman vor. Fotos: Hense-Ferch
Rita Maria Fust stellte ihren ersten Roman vor. Fotos: Hense-Ferch

Im Sommer 2010 nämlich, berichtete die Autorin vor einigen Wochen imInterview, kam sie im Rahmen des Tages der Archive mit Dr. Claudia Becker als Leiterin des Stadtarchivs ins Gespräch. Diese erzählte ihr von interessanten Ereignissen der Lippstädter Geschichte, zum Beispiel der großen Explosion von 1764, die im kriegsgebeutelten Lippstadt – damals war der siebenjährige Krieg gerade vorbei und in der Stadt wurden noch Schießpulverreserven größeren Ausmaßes gehortet – verheerenden Schaden anrichtete. Überliefert ist lediglich, dass zwei junge Männer bei der Explosion starben. Um die Ursache und die Folgen dieser Geschichte rankt sich Rita Maria Fusts Roman.

Rita Maria Fust zeigte während ihrer Lesung im Stadtarchiv auch immer wieder historische Dokumente. Fotos: Hense-Ferch
Rita Maria Fust zeigte während ihrer Lesung im Stadtarchiv auch immer wieder historische Dokumente. Fotos: Hense-Ferch
Interessiertes Premierenpublikum: Volles Haus im Stadtarchiv.
Interessiertes Premierenpublikum: Volles Haus im Stadtarchiv.

Aus diesem las die 42-jährige am Donnerstagabend einige Passagen vor. Darunter die ersten Kapitel, in denen der wohlhabende Lippstädter Kaufmann Ferdinand Overkamp vorgestellt wird, der im Laufe des Buches zum Totschläger und Mörder wird, einem Erpresser zum Opfer fällt und schließlich auch noch Familie und Heimat verliert. Detailgetreu und spannend schildert die Literaturwissenschaftlerin die historischen Ereignisse und Orte des Buches. So detailliert, dass man als Lippstädter förmlich das Gefühl hat, auf den Spuren der einstigen Bewohner zu wandeln, die vor 250 Jahren die Stadt bevölkerten. Marienkirche, Goldener Hahn, Einhornapotheke, Südertor – einige markante Punkte gab es schon, sie erleichtern die Orientierung in der Noch-Festungsstadt. Auch echte historische Personen hat Fust in ihr Werk einbezogen wie den Bürgermeister Dr. Rose, den Arzt Dr. Buddeus oder den Stadtsyndicus Clüsener, den sie beim Studium in alten Dokumenten aufgrund seiner krakeligen Handschrift als wüsten und jähzornigen Menschen erkannt zu haben glaubt.

Eine Besonderheit des Buchs ist der Gegenwartsteil, der im Jahr 2010 spielt und immer wieder die historischen Passagen unterbricht. Hier kommt der junge Student Oliver Thielsen nach Lippstadt und beginnt das Rätsel um den Kaufmann Overkamp aufzuklären. Er sucht nach Anhaltspunkten und Relikten der Vergangenheit – die er schließlich auch findet. Auch hier bemüht sich die Autorin um Detailtreue: Sie schildert ausführlich die Straßen und Pfade durch die Innenstadt, beschreibt Ereignisse des Jahres 2010 wie die Gründung der neuen Gesamtschule. Sogar die Vorsitzende des neuen Elternvereins der Schule kommt in Fusts Buch mit ihrer Eröffnungsrede vor – pikanterweise sitzt sie am Abend der Buchvorstellung im Publikum. Immer wieder Schmunzeln unter den Zuhörern, wenn Fust von „echten“ Ereignissen und Orten liest: Der schäbigen Bahnhofsunterführung, den Cafés in der Poststraße, wo der Cappuccino so gut schmeckt.

Leider geht so viel Detailtreue im Roman oft zulasten der handelnden Personen. Hier vermisst man als Leser ein wenig die Tiefe der Charaktere. Warum wehrt sich der durchsetzungsstarke und mächtige Kaufmann Overkamp nicht gegen einen kleinen miesen Erpresser, warum hält ein frisch verliebter Oliver Thielsen seiner Angebeteten bei einem Stadtrundgang Dauer-Vorträge über Lippstadts Stadtgeschichte? Das wirkt ein wenig konstruiert und arg auf Sachlichkeit reduziert. An solchen Stellen kommen Zweifel auf, ob nicht der Wunsch, ein authentisches historisches Buch zu schreiben, ein wenig zu sehr im Vordergrund stand. Auch die häufig eingestreuten Fußnoten wirken – auch wenn sie die akribische Recherchearbeit und Detailgenauigkeit der Autorin unterstreichen – ein wenig störend auf den Lesefluss und unpassend für einen Roman.

Lesung erfüllte die Autorin zahlreiche Signierwünsche.
Im Anschluss an Ihre Lesung erfüllte die Autorin zahlreiche Signierwünsche.

Dennoch ist „Kaufmann von Lippstadt“ eine spannende und interessante Lektüre – nicht nur für Lippstädter und Kenner der Stadt. Und das unterscheidet ihn von zahlreichen anderen historischen Romanen: „Viele historische Romane sind in ihren Geschichten austauschbar, die Städte sind lediglich Kulisse. Das ist hier anders: In der Lippstädter Historie gibt es reale interessante Geschichten, man muss sich gar nichts ausdenken“, so Stadtarchivarin Dr. Claudia Becker bei den einführenden Worten zu Rita Maria Fusts Lesung. Ein lebendiges Stück Stadtgeschichte zu liefern, in dem reale historische Rätsel und Fiktion verwoben wurden – das ist der Autorin ausgezeichnet gelungen. Wir sind gespannt auf die Fortsetzung!

Betriebswirtschaftliche Lösungen für kleine Mittelständler – ein Interview mit Helmut Steltemeier

Der folgende Text ging als Pressemitteilung an einen Verteiler von rund 60 regionalen Medien und mehr als 50 Fachmagazine für Steuerberater. Hier finden Sie mehr zu meinen Angeboten im Bereich Texte für Unternehmen in punkto PR- und Pressearbeit.

Partner auf Augenhöhe:

Betriebswirtschaftliche Lösungen für kleine Mittelständler

Handwerksbetriebe können mit wenig Aufwand ihr Unternehmen betriebswirtschaftlich voranbringen. Davon ist Helmut Steltemeier als Mittelstandsberater überzeugt. Ein Interview mit dem Lippstädter Steuerfachmann und Rechts- und Bankenkenner über die Probleme von Kleinbetrieben und die Lösungen, die er ihnen bietet.

Als Zielgruppe Handwerksbetriebe fest im Blick: Der Lippstädter Steuerberater Helmut Steltemeier hat sich als Mittelstandsberater selbstständig gemacht.
Als Zielgruppe Handwerksbetriebe fest im Blick: Der Lippstädter Steuerberater Helmut Steltemeier hat sich als Mittelstandsberater selbstständig gemacht.

Herr Steltemeier, Sie plädieren für eine „Betriebswirtschaft für Menschen“. Was meinen Sie eigentlich damit?
Steltemeier: Ich meine damit eine Betriebswirtschaft, die verstanden wird, die beim kleinen Mittelstand ankommt und dort für die Unternehmenssteuerung laufend genutzt werden kann. Schauen Sie: Meine Zielgruppe sind die kleinen Mittelständler mit bis zu zehn Mitarbeitern, beispielsweise Handwerksbetriebe. Von denen gibt es rund 2,7 Millionen Betriebe in Deutschland und die brauchen einfache, verständliche Lösungen, um ihre laufenden Geschäfte besser zu kontrollieren. Für diese Zielgruppe gibt es bisher zu wenige passende Angebote, diese Lücke möchte ich schließen. Ein Handwerksmeister versteht viel von seinem Fach, aber nebenbei muss er auch sein Unternehmen führen und betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen. Dafür vermittle ich ihm das nötige Rüstzeug. Und zwar einfach, verständlich und preiswert. Einfach, denn ich nehme die Zahlen aus Bilanzen und Buchführung, die sowieso vorhanden sind. Verständlich – viele Berater reden für Kunden unverständlich, das ist bei mir nicht so. Und das zu einem Preis, den auch ein kleines mittelständisches Unternehmen bezahlen kann.
Das heißt, Sie bieten so eine Art Hilfe zur Selbsthilfe. Wie gehen Sie vor?
Steltemeier: Stimmt. Mit Hilfestellung geht vieles leichter. Und der Unternehmer entdeckt im Gespräch häufig nicht nur Defizite, sondern auch neue Potenziale. Als Einstieg besprechen wir das Geschäftsmodell des Unternehmens, den Leitfaden, nach dem gehandelt wird. Dann schaue ich mir natürlich die Zahlen an, um das Controlling zu vervollständigen: Ich werfe einen Blick auf die letzten drei Bilanzen und erstelle eine Analyse – das ist zunächst mal kostenfrei. Kommt es dann zum Auftrag, dann kümmere ich mich um die Erfolgs-, Finanz- und Unternehmensplanung, indem ich jeden Monat die Daten erfasse und abgleiche. Ich interpretiere die Daten, rede mit dem Kunden darüber, bis dieser ein besseres Gefühl für diese Hilfe bei der Steuerung seines Unternehmens bekommt. Das Ergebnis meiner Beratung ist eine verständliche Betriebswirtschaft.

Helmut Steltemeier bietet die betriebswirtschaftliche Optimierung von kleinen Betrieben.
Helmut Steltemeiers Angebot umfasst die betriebswirtschaftliche Optimierung von kleinen Betrieben.

Und der große Vorteil für Ihre Kunden?
Steltemeier: Zunächst mal haben meine Kunden einen kompetenten Gesprächs- und Beratungspartner auf Augenhöhe, mit dem sie ihre Unternehmensplanung besprechen können und der sie in allen Fragen des Unternehmensalltags begleitet. Man bekommt ein besseres Gefühl für die eigenen Zahlen, lernt die Zahlen zu interpretieren und erkennt, wo etwas zu optimieren ist. Ein ganz zentraler Vorteil ist aber, dass mit der Einführung eines Risikomanagements das Unternehmen ein Frühwarnsystem erhält, das künftige Risiken rechtzeitig erkennen hilft. So ist auch die Finanzierung des Unternehmens besser gesichert. Denn zusammen mit der Ertragsplanung verbessert sich automatisch auch das Rating bei der Hausbank. Und das wiederum hat einen angenehmen Nebeneffekt: Der Zinssatz für Kontokorrent und künftige Kredite für Investitionen wird günstiger. Und das bedeutet bares Geld.
Eine persönliche Frage: Sie waren jahrelang als Steuerberater tätig, haben Zusatzqualifikationen zum Rechtsbeistand und Rating Advisor. Seit 2012 sind sie im Ruhestand. Dann haben Sie sich – mit 65 Jahren – noch einmal selbstständig gemacht. Warum ?
Steltemeier: Ganz einfach: Weil ich genau das kann, was ich jetzt mache und mir der Mittelstand wichtig ist. Ich bin davon überzeugt, dass viele Steuerberater mit dem Thema der betriebswirtschaftlichen Beratung nicht richtig umgehen. Obwohl sie einen guten Zugang zum Markt haben, das Vertrauen ihrer Auftraggeber und es – nicht zuletzt wegen Basel II – auch eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit dafür gibt. Viele meiner Kollegen sind aber zu sehr damit beschäftigt, die Ungereimtheiten und Verrücktheiten der Steuergesetze umzusetzen und ihren Mandanten dabei zu helfen, damit einigermaßen gut zurechtzukommen. Gut ausgelastet ist da kaum noch Kapazität frei für die Entwicklung von betriebswirtschaftlichen Lösungen, die auf den kleinen Mittelstand zugeschnitten sind. Diese Lücke in der betriebswirtschaftlichen Beratung ist mir wichtig – und die möchte ich schließen. Seit vielen Jahren bin ich Steuerberater, zugelassener Rechtsbeistand für bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht und habe mit 59 Jahren meine Qualifikation als „Rating Advisor“ erworben, um zu verstehen, „wie Banken ticken“. Ich meine, das ist eine Mischung, mit der man eine Menge anfangen kann. Dieses Potenzial lasse ich nicht einfach brach liegen.

Kasten:
Zur Person
Helmut Steltemeier (66) ist Steuerberater, zugelassener Rechtsbeistand für bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht und Rating Advisor. 2012 hat er – nach seinem Ausscheiden aus einer Lippstädter Steuerberatungskanzlei – die „beratungMittelstand“ gegründet. Mit seinem Unternehmen spricht er kleine Mittelständler an, die er betriebswirtschaftlich beraten möchte. In seiner Freizeit treibt der verheiratete Vater von vier erwachsenen Kindern leidenschaftlich Sport und kümmert sich ehrenamtlich um benachteiligte Jugendliche. Sein Credo: „Ich habe viel bekommen in meinem Leben und will davon etwas zurückgeben. Unsere Kinder und Enkel sollen auch die Chance auf ein gutes Leben haben“.

 

Beratungspraxis mit neuer Webseite

Familienaufstellung
Foto: Fabian Stratenschulte, Arnsberg

Die ehemalige Lippstädter Weltklasse-Kanutin Ulrike Deppe hat sich als zertifizierte systemische Therapeutin/Familientherapeutin mit einer eigenen Praxis in Bad Westernkotten niedergelassen. Um ihre Beratungsarbeit Interessierten und Klienten noch besser erklären zu können, benötigte die Therapeutin einen aussagekräftigen Auftritt im Internet. Mit beratungspraxis-deppe.de ist das gut gelungen: Um die technische Optimierung kümmerte sich Online-Redakteur Christoph Hermsen, konzeptionelle Beratung, Ideen für die Umsetzung der Inhalte und den Feinschliff ihrer Texte erhielt Frau Deppe von mir. Hier finden Sie Hintergrundinformationen zu meiner Arbeit an SEO-optimierten Webtexten.

Im Partnerlook mit dem Vierbeiner

Design für Hund & Frauchen: Andrea Heumüller aus Lippstadt fertigt ausgefallene Accessoires

Andrea Heumüller ist eine Frau, die schöne Dinge mag. Ungewöhnliche Accessoires, modische Alltagsgegenstände mit dem gewissen Extra. Und sie liebt ihre Hunde – Leni und Simon. Aus dem Impuls heraus, ihrem damals vierjährigen Cavalier-Spaniel Leni 2009 eine neue Leine zu kaufen, entstand die Idee, selbst das modische Teil für den Hund zu nähen. Aus den ersten Entwürfen entstanden ganze Kollektionen: Leinen und Halsbänder für die Vierbeiner – als Gegenstücke passend zu Tasche und Portmonee des Frauchens. Heute verkauft Andrea Heumüller unter dem Label LADY DOG ihre schönsten Stücke in ganz Europa, Japan und den USA, lässt im In- und Ausland fertigen.

Andrea und Leni
Andrea Heumüller mit ihrem Spaniel Leni
Foto: Heumüller

Pfiffige Ideen für den Hund…

„Als ich Leni vor einigen Jahren eine neue Leine kaufen wollte, hatte ich diesen Gedanken, der mich seitdem nicht mehr losließ. Im Fachhandel fand ich einfach nichts, was mir wirklich gefiel – oder zu Leni passte“, erinnert sich Andrea Heumüller. „Hundeleinen und Halsbänder müssen doch nicht gleich langweilig sein, auch wenn sie zweckmäßig und pflegeleicht sind. Warum kann es in diesem Bereich eigentlich keine Individualität geben, warum kein modisches Zubehör, das auch zum Typ des Hundes passt?“

…und passende Gegenstücke fürs Frauchen

Gedacht, getan. Die gelernte Bankkauffrau aus Lippstadt setzte sich an die Nähmaschine und legte los. Irgendwann waren ihre ersten Entwürfe fertig: Leinen und Halsbänder aus Leder mit Tierfellimitat im Zebralook, hochwertig gearbeitet. Andrea Heumüllers Prototypen kamen im Bekanntenkreis der Hundefreundin so gut an, dass sie weiterhin ihre Fantasie spielen ließ: Leinen und Halsbänder mit abknöpfbaren und austauschbaren Filzblümchen, Variationen von Halsbändern in farbigem Leder, zum Teil mit eingearbeiteten Ringen und Nieten. Und für Frauchen die passenden Gegenstücke: Eine Tasche für den Gürtel im gleichen Design, eine Umhängetasche mit viel Raum fürs Leckerli, Schlüssel und Plastikbeutelchen und für das Handy. „All die Dinge, die man immer dabei haben muss, wenn man Gassi geht. Warum soll das Design nicht aufeinander abgestimmt sein, damit man sieht, dass Frauchen und Hund zusammengehören?“ Und so spazieren Andrea Heumüller und Leni fortan nur noch im Partnerlook durch die Straßen Lippstadts. Nicht nur die Umhängetasche passend zu Lenis Geschirrchen und Leine, sondern irgendwann auch Schlüsselanhänger und Portmonee – eben alles, was frau zum promenieren so braucht. Echte Hingucker, auf die sie häufig angesprochen wird.

Andrea mit Simon
Immer passend ausgestattet: Die Designerin und ihr Hund. Foto: Heiner Bergmann

Kreationen für modebewusste Frauen

Eine Geschäftsidee war geboren: „Ich möchte mit einen Kreationen vor allem die modebewussten Frauen ansprechen. Frauen, die Sinn für ausgefallene Dinge haben, die es mögen, wenn man sich nach ihnen umdreht“, so Andrea Heumüller, die sich darüber freut, dass ihre extravaganten Entwürfe so gut von der Kundschaft angenommen werden. Sie das Unternehmen „LADY DOG Design für Hund & Frauchen“ und vertrieb ihre Kreationen zunächst selbst per Internet. Über die Konsumgütermesse Ambiente, bei der sie 2012 und 2013 den Wettbewerb der Nachwuchsaussteller gewann, bekam sie den Kontakt zum Versandhandel Ars Habitandi, das demnächst exklusiv in Deutschland ihre Produkte vertreibt. „Außerdem habe ich den Kontakt zu einer japanischen Agentin erhalten. Demnächst entstehen LADY DOG Onlinestores in Tokio und Osaka“, freut sich Andrea Heumüller.

Qualität ist besonders wichtig

Ihre Kollektionen lässt sie inzwischen im In- und Ausland nähen, Qualität ist ihr besonders wichtig: „Alle Materialien sind sehr robust, pflegeleicht und waschbar. Die Produkte sind hochwertig verarbeitet, wir verwenden nur feinstes Rindernappa, das Leder wird beim Nähen gebugt, so dass keine Kante doppelt liegt, alle verwendeten Stoffe sind aufs Äußerste strapazierfähig“. Auch bei den Metallteilen wie Schließen, Ringen und Nieten legt die Designerin großen Wert auf Qualität, einige der Zubehörteile importiert sie sogar direkt aus dem Ausland.

Andrea Heumüller und Hund
Andrea Heumüller mit ihrem Hund Simon. Foto: Heiner Bergmann

Immer wieder neue Kollektionen

Andrea Heumüller sprudelt nur so vor Ideen, alle paar Monate entstehen neue Kollektionen. Dann setzt die 41-Jährige sich auch selbst noch an die Nähmaschine: „Ich fertige die Prototypen meiner Accessoires selbst und probiere auch ungewöhnliche Details mit pinkfarbenem Leder, Holz- und Glasperlen aus. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“. Andrea Heumüller spricht übrigens nicht nur Frauen mit ihren extravaganten Entwürfen an: „Das ist doch auch eine wunderbare Geschenkidee, wenn ER ein Geschenk für seine hundebegeisterte und modebewusste SIE sucht, oder?“